Warum Leitungswasser gefiltert werden sollte.

Leitungswasser – Kaum ein Lebensmittel weltweit unterliegt derart zahlreichen Kontrollen und Grenzwerten, um Verbraucher zu schützen. Als wichtigstes Nahrungsmittel für den Menschen besteht kein Zweifel an der Notwendigkeit höchster Wasserqualität und absoluter Reinheit. Doch was bedeutet „sauberes Wasser“ eigentlich? Welche Verunreinigungen sollten entfernt werden, wann gilt Wasser als genusstauglich und ist die Trinkwasserverordnung überhaupt in der Lage, die Qualität unseres Leitungswassers hinreichend zu bewerten?

Die Bedeutsamkeit sauberen Wassers für den Menschen

Zwei bis drei Liter Flüssigkeit benötigt ein Mensch durchschnittlich pro Tag. In Abhängigkeit von Körpergewicht, Jahreszeit und Aktivität entspricht das rund 35 Millilitern pro Kilogramm Körpergewicht.

Denn obwohl Wasser für die Funktionsfähigkeit menschlicher Zellen, den lebenswichtigen Stoff- und Informationstransport im Organismus und für Entgiftung und Temperierung des Körpers unabdingbar ist, kann der Körper kaum eigene Wasserreserven anlegen. Qualitativer oder quantitativer Mangel an Wasser kann so schnell zu ernstzunehmender gesundheitlicher Gefährdung führen.

Als Garant für die Güte unseres Trinkwassers gilt die Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001), die deutschlandweit verbindliche Grenzwerte zu möglichen Schadstoffen definiert und Wasserversorger zur strikten Einhaltung verpflichtet. Durch komplexe Aufbereitungsprozesse und regelmäßige Kontrollen wird die Wasserqualität in den Wasserwerken ständig überwacht.

Der weite Weg des Wassers

Nach erfolgreicher Reinigung verlässt das geprüfte Trinkwasser das Wasserwerk und fließt mehrere Kilometer durch ein weit verzweigtes Rohrnetz bis zur Einspeisung in die hauseigenen Wasserleitungen. Obwohl das Wasser hier nicht selten bereits beträchtlichen Verunreinigungen aus dem öffentlichen Leitungsnetz ausgesetzt war, finden am Übergabepunkt keine weiteren Qualitätssicherungen statt. Das Wasser verlässt hier den Verantwortungsbereich des Wasserversorgers und somit auch die Notwendigkeit zur Einhaltung von Grenzwerten nach der TrinkwV. Verantwortlich für den tadellosen Zustand der hauseigenen Wasserleitungen und somit für einen erheblichen Anteil an der Sauberkeit unseres Leitungswassers ist fortan der Hauseigentümer. Zulasten von Bewohnern fehlen auch hier verpflichtende Kontrollen, die besonders Vermieter in die Pflicht nehmen.

Blei, Kupfer und Keime: Verunreinigungen des Leitungswassers

Bis weit in die 1970er Jahre wurden fast ausschließlich Bleirohre für häusliche Trinkwassersysteme verbaut. Auch wenn die schädlichen Auswirkungen von Blei auf den menschlichen Organismus längst bekannt sind, finden sich auch heute noch zahlreiche alte Wasserleitungen, die aus Unwissenheit oder Kostengründen nie ausgetauscht wurden.

Hinzu kommen gefährliche Keime, die sich in Rohren, Totsträngen und Armaturen als sogenannter “Biofilm” ansiedeln und beim Trinken aufgenommen werden. Doch nicht nur Altlasten trüben die Sauberkeit des Trinkwassers: Auch nagelneu verbaute Kupferleitungen oder verchromte Armaturen geben ihre Bestandteile tagtäglich ins Trinkwasser ab und können so dazu führen, dass Auflagen und Grenzwerte unbemerkt überschritten werden und sich bedenkliche Fremdstoffe im Körper über Jahre hinweg anreichern.

Grenzwerte im Leitungswasser – unzureichender Schutz der Verbraucher?

Jene Grenzwerte sollen Verbraucher vor zu hohen Belastungen mit krankmachenden Schadstoffen schützen und so das Risiko gesundheitlicher (Spät-)Folgen senken. Werden die Maximalwerte eingehalten, gilt beim Gesundheitsamt auch der flagrante Nachweis von Giftstoffen im Leitungswasser als allgemein nicht bedenklich – eine Handhabe, die diskutiert werden darf.

Industrie, Medizin und Landwirtschaft stellen die Ämter zudem vor die Herausforderungen der modernen Entwicklung: So muss die Liste der zu prüfenden Rückstände kontinuierlich angepasst und um neue Stoffe erweitert werden. Thematische Komplexität und zeitaufwändige Forschungen führen jedoch häufig dazu, dass Pestizide, Arzneimittel, Hormone und Chemikalien nie oder erst mit vielen Jahren Verzögerung in den entsprechenden Verordnungen auftauchen.

Wachsendes Bewusstsein für die Aufbereitung von Trinkwasser

Mit der Vielfalt an potenziellen Gefahrstoffen steigt auch das Gesundheitsbewusstsein in Deutschland rapide: Der Pro-Kopf-Verbrauch von Mineral- und Heilwasser hat sich in den letzten 50 Jahren nahezu verzehnfacht. Wenngleich auch Flaschenwasser keine pauschale Reinheit garantiert, spiegelt sich hier einmal mehr der Wunsch wider, seinem Körper Gutes zu tun, auf der sicheren Seite zu sein.

Leider sind längst auch Mineralwasserquellen von erheblichen Verunreinigungen durch Pestizide, Nitrate und Schwermetalle betroffen, die die ursprüngliche Reinheit eklatant herabsetzen und daher insbesondere für Säuglinge und Kinder häufig nicht mehr geeignet sind. Aufwendige Abfüllverfahren, lange Lieferwege und große Mengen an (Plastik-)Müll belasten die Umwelt zusätzlich und stellen nicht nur die Hersteller vor Herausforderungen. So summieren sich auch im Haushalt Zeit- und Kostenaufwand für Einkauf und Transport schnell zu ungeahnten Größen.

Die Lösung: Eine hauseigene Filtrationsanlage

Eine umfassende Lösung für gesundheitliche, finanzielle und ökologische Bedenken kann gefiltertes Leitungswasser sein. Direkt vor der Entnahmestelle verbaut, liefern modernste Filtersysteme reinstes Leitungswasser direkt in Haus oder Wohnung.

Damit ist frisches und kompromisslos sauberes Wasser jederzeit und uneingeschränkt verfügbar – das kommt nicht nur der Gesundheit zugute, es schmeckt auch noch! Beim Kochen bleiben die Geschmacksstoffe der Speisen besser erhalten und lassen sich so feiner abschmecken, Tee und Kaffee können ohne Kalkschleier völlig neu entdeckt werden. Eine Wohltat für Gaumen und Körper!


Wasserfiltration durch Umkehrosmose

Ursprünglich für Medizin- und Luftfahrttechnik entwickelt, stellt die Methode der Umkehrosmose die bis heute effektivste und zuverlässigste Reinigung von Wasser dar. Bakterien, Viren, Schadstoffe (z.B. Hormone, Medikamentenrückstände, Nitrat, Nitrit, Fungizide, Pestizide, Uran, Asbest uvm.) sowie Kalk können nur mittels Umkehrosmose zuverlässig entfernt werden.


Reinstes Wasser dank osmotischer Membran

Das Herzstück einer Umkehrosmoseanlage als Wasserfilter für den Hausgebrauch bildet die osmotische Membran im Inneren Filters. Die Porengröße der semipermeablen (halbdurchlässigen) Membran entspricht gerade einmal dem Durchmesser eines einzige Wassermoleküls. Zum Filtern von Trinkwasser wird eine Seite der Osmosekartusche mit unfiltriertem Eingangswasser befüllt, auf der anderen Seite befindet sich das gefilterte Reinstwasser – getrennt durch die osmotische Membran. Während nun das belastete Eingangswasser eine besonders hohe Konzentration an gelösten Substanzen aufweist, finden sich im Reinstwasser nahezu keine gelösten Stoffe. Dieser erhebliche Konzentrationsunterschied zwischen den Flüssigkeiten bewirkt die Entstehung des sogenannten osmotischen Drucks, einem physikalischen Streben nach Ausgleich und Balance der verschiedenen Konzentrationen.


Wirkprinzipien aus der Natur

In der Natur entsteht hier nun der Prozess der Osmose: Das reine Wasser strömt vom Ort niedriger Konzentration durch die osmotische Membran in das hoch konzentrierte Rohwasser, um dieses zu dekonzentrieren.

Inspiriert von diesem natürlich ablaufenden Vorgang drehen Umkehrosmoseanlagen dieses Wirkprinzip zum Filtern von Leitungswasser nun um: Auf jener Seite der osmotischen Membran, auf der sich das Eingangswasser befindet, wird nun von außen Druck erzeugt, der den natürlichen Osmosedruck übersteigt – der Prozess spielt sich rückwärts ab. Zum Ausgleich der nun anliegenden Druckdifferenz diffundiert jetzt das Leitungswasser durch die osmotische Membran auf die Reinstwasserseite des Wasserfilters, statt wie bei der Osmose umgekehrt. Zurück bleiben die im Rohwasser gelösten Verunreinigungen, da als kleinste Verbindung im Periodensystem allein das Wassermolekül die feinen Poren der Membran passieren kann. Die Verunreinigungen werden in das Abwasser gespühlt, weshalb die Membran nicht zusetzt und somit zur einer längeren Haltbarkeit der Membran führt.  

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